Elternzeit und Wiedereinstieg

Elternzeit und Wiedereinstieg

Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen Sie halten und langfristig an Ihr Unternehmen binden. Ihr Wissen und ihre Kompetenz sind wertvoll und Sie haben in die Aus- und Weiterbildung investiert.  Es lohnt sich daher, werdende Mütter und Väter vor und während der Elternzeit zu begleiten. Je besser die Auszeit und der Wiedereinstieg geplant werden, desto eher kehren die Beschäftigen ins Unternehmen zurück.


Das gilt übrigens für Mütter und Väter. Denn auch die Zahl der Männer, die sich mehrere Monate Zeit für ihr Kind nehmen, steigt. Bundesweit liegt der Anteil der Väter, die das staatliche Elterngeld beziehen, bei gut einem Viertel.
Was können Sie tun, um Elternzeit und Widereinstieg gut zu gestalten? Wir haben einige Tipps zusammengetragen:

Vor der Elternzeit

Sie könnten

  • werdende Eltern – auch Väter – zu einem persönlichen Gespräch einladen. Informieren Sie frühzeitig über gesetzliche Regelungen zur Elternzeit und die Wiedereinstiegsmöglichkeiten. So lässt sich die Rückkehr besser vorbereiten, und das gibt auch Ihrem Unternehmen mehr Planungssicherheit,
  • rechtzeitig auf Teilzeitmodelle, flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit zur Telearbeit im Unternehmen hinweisen. So eröffnen sich attraktive Perspektiven für den Wiedereinstieg,
  • die werdenden Eltern mit Kolleginnen und Kollegen zusammenbringen, die Elternzeit und Wiedereinstieg bereits gemeistert haben. So lernen Eltern, ihre neue Situation realistischer einzuschätzen.

Rund um den Wiedereinstieg Und die Wiedereingliederung

Für Unternehmen lohnt es sich, Beschäftigte während der Elternzeit kompetent zu begleiten, um Firmen – Know How zu halten. Je besser Wiedereinstieg und Auszeit geplant werden, desto schneller erfolgt die Rückkehr.

  • Sie könnten einige Monate vor Ende der Elternzeit mit den Beschäftigten in einem persönlichen Informations- und Planungsgespräch über die konkreten Möglichkeiten zur Rückkehr sprechen. Dabei können feste Absprachen zu flexiblen Arbeitszeitmodellen und zur Arbeitsorganisation getroffen werden,
  • Während der Elternzeit ist es wichtig, Kontakt zu halten, z.B. über Patenschaften oder eine feste Ansprechperson. Eltern können zu Betriebsfesten und Veranstaltungen eingeladen werden – auch mit Kind.
  • Fachliche Weiterbildungen können auch von Elternzeitlern wahrgenommen werden. Die Elternzeit kann so aktiv genutzt werden, um für neue Anforderungen fit zu werden.
  • Die Gesetzgebung erlaubt Beschäftigten während der Elternzeit bis zu 30 Stunden wöchentlich zu arbeiten. Unternehmen können den Elternzeitlern anbieten, an befristeten Projekten mitzuarbeiten oder andere Beschäftigte, die krank oder im Urlaub sind, zu vertreten.
  • Wenn möglich, stellen Sie den Rückkehrenden in den ersten Wochen eine feste Ansprechperson zur Seite.
  • Ist eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter länger als sechs Wochen im Laufe eines Jahres arbeitsunfähig sieht die Gesetzgebung das Angebot eines betrieblichen Eingliederungsmanagements vor. Beschäftigten kann z.B. durch Reduzierung der Arbeitszeit, Umbau des Arbeitsplatzes, technische Arbeitshilfen, Versetzung in einen anderen Bereich ein behutsamer Weg aus der Krankheit zurück ins Arbeitsleben ermöglicht werden.

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Teilzeitrechner 2018

Der Teilzeit-Netto-Rechner dient zur Orientierung über die möglichen finanziellen Auswirkungen der Teilzeit bei dem einzelnen Betroffenen.


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