Teilzeitberufsausbildung -

Alles andere als eine halbe Sache!

Es ist schwer geworden fähige Leute zu finden. Um den Fachkräftemangel auszugleichen, müssen neue Wege gegangen werden. An vielen Stellen schlummert ungenutztes Potential, dass jetzt geweckt werden muss!


Viele Frauen und Männer betreuen Kinder oder pflegebedürftige Angehörige und können daher nur in Teilzeit arbeiten. Für sie gibt es nur wenig Möglichkeiten für eine Aus- oder Weiterbildung. Dabei sind sie meist motiviert, sehr talentiert und außerordentlich verantwortungsbewusst. Eine Ausbildung in Teilzeit ist mittlerweile für jeden möglich. Ein besonderer Grund dafür muss seit Anfang 2020 nicht mehr angeführt werden.


Die Jobcenter unterstützten Ausbildungsbetriebe bei der Suche nach Auszubildenden mit Familienpflichten. Bis zu ihrem vollwertigen Berufsabschluss stehen sie den Fachkräften von morgen zur Seite.
So kommt zusammen, was zusammengehört!

Ein paar Fakten zur Teilzeitberufsausbildung

Welche Vorteile bietet eine Teilzeitberufsausbildung für KMU?

  • Sie gewinnen motivierte und engagierte Auszubildende, die bereits einiges an Lebens- und Berufserfahrung mitbringen und über eine hohe Sozialkompetenz verfügen – die Fachkräfte der Zukunft!
  • Sie steigern Ihre Attraktivität als familienfreundliche*r Arbeitgeber*in und erreichen auch dadurch mehr Bewerber für offene Stellen.
  • Sie stärken junge Familien und tragen so einen wichtigen Teil zu einer gesunden Gesellschaft bei.

 

Was ist das Besondere an der Teilzeitberufsausbildung?

  • Es ist ein besonders flexibles Ausbildungsmodell, das zu einem vollwertigen Berufsabschluss führt. Eine Berufsausbildung in Teilzeit ist in allen anerkannten Berufen des dualen Ausbildungssystems möglich.


Was ist Voraussetzung für eine Teilzeitberufsausbildung?

  • Eine betriebliche Teilzeitberufsausbildung ist seit 2020 immer möglich. Auch ohne Angabe besonderer Gründe.
  • Das Angebot richtet sich übrigens auch an Geflüchtete, die neben Ihrer Ausbildung noch Sprachkurse besuchen.


Verlängert sich die Gesamtdauer der Ausbildung?

  • In der Regel verlängert sich die Gesamtausbildungsdauer. Sie können bei Ihrer Kammer aber eine Verkürzung beantragen.
  • Die Arbeitszeit inkl. Berufsschulunterricht liegt bei mindestens 20 Stunden/Woche. Die Fehlzeit wird durch die Verlängerung der Ausbildungszeit ausgeglichen. Die Ausbildungszeit kann um maximal ein Jahr verlängert werden.


Was ist zu regeln?

  • Der Betrieb und die/der Auszubildende legen gemeinsam Arbeitstage und Arbeitszeiten fest.
  • Die Vereinbarungen werden schriftlich im Ausbildungsvertrag festgehalten.
  • Der Ausbildungsplan muss an das Teilzeitmodell angepasst werden. Dies muss der Betrieb mit der zuständigen Kammer abstimmen.
  • Der Berufsschulunterricht findet regulär wie in einer Vollzeitausbildung statt.
  • Auch Teilzeitauszubildende haben einen Anspruch auf eine angemessene Vergütung.
  • Das Ausbildungsgehalt darf an die tatsächliche Ausbildungszeit angepasst werden.

 

TEP: Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen

Dieses Landesprogramm richtet sich an Eltern, die ein Jahr lang begleitet werden. Es unterstützt die Unternehmen und die Teilzeitauszubildenden bei der Vermittlung von Ausbildungsplätzen. In der ersten Phase bietet es den Bewerbern Schulungen und Beratungen als Vorbereitung auf eine Ausbildung.
In der zweiten Phase werden der Betrieb und die/der Auszubildende individuell begleitet und unterstützt.

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