Betriebliche Kinderbetreuung in der Region Aachen

Unsere Mitgliedsunternehmen des Kompetenznetzwerks Familienfreundliche Unternehmen Ihrer Region, hauptsächlich bestehend aus KMU der Region, tauschten sich im Rahmen der Weiterbildungsakademie am Donnerstag, 27.05.2021 von 09:00 – 10:30 Uhr zum Thema Betriebliche Kinderbetreuung in der Region Aachen aus. Frau Grünert von der Servicestelle Betriebliche Kinderbetreuung (gsub mbH) hielt einen Impulsvortrag zu den verschiedenen Betreuungsmodellen sowie dem neuen Förderprogramm* Betriebliche Kinderbetreuung des Bundesfamilienministeriums.

 

Das Förderprogramm ist als Anschubfinanzierung für die Schaffung neuer betrieblicher Betreuungsplätze zu betrachten und hat eine Laufzeit vom 1. September 2020 bis zum 31. Dezember 2022. Es umfasst vier Module. Aus diesen Modulen können Unternehmen ein passendes Betreuungsangebot für ihre Mitarbeiter*innen entwickeln:

 

Modul 1: Förderung betrieblich unterstützter Betreuungsplätze in der Kindertagesbetreuung

Modul 2: Förderung betrieblich unterstützter Betreuungsplätze in der Kindertagespflege

Modul 3: Förderung von betrieblich unterstützten Plätzen zur Betreuung in Ausnahmefällen

Modul 4: Förderung von betrieblich unterstützter Ferienbetreuung

 

Frau Grünert erläuterte das Vorgehen, was wichtig ist, um eine hauseigene Kinderbetreuung erfolgreich etablieren zu können. Welche Schritte sind zu tun – von der Bedarfsabfrage bis zur spezifischen Planung? Welche Fördermöglichkeiten gibt es im Rahmen des Förderprogramms? Und was müssen Unternehmen tun, um die Anschubfinanzierung für die Schaffung neuer betrieblicher Betreuungsplätze zu erhalten?

 

Nach dem Vortrag stand Frau Rickert – stellvertretende Leitung des Teams öffentliche Träger der Stadt Aachen – für alle Fragen rund um die regionalen Möglichkeiten zum Aufbau einer betrieblichen Kinderbetreuung zur Verfügung. Wie kommen Unternehmen an Belegplätze bereits bestehender Kindertageseinrichtungen? An wen können sich Unternehmen wenden, wenn ein Bedarf an Kindertagespflege, wie z.B. Tagesmüttern, besteht? Welche weiteren Fördermittel gibt es in NRW, um den Bau eines betrieblichen Kindergartens zu ermöglichen und wer ist der/die richtige Ansprechpartner*in?

 

Nachdem alle Fragen bzgl. der facettenreichen Gestaltung der betrieblichen Kinderbetreuung geklärt werden konnten, berichteten die Vertreter*innen unserer Mitgliedsunternehmen über ihr eigenes, gegenwärtiges Betreuungsangebot und über zukünftige Pläne diese weiter auszubauen. Dabei stellte sich heraus, dass viele der Unternehmen bereits einige Maßnahmen entweder in der Vergangenheit anboten oder sich zukünftig breiter aufstellen möchten.

Ich fand es mega spannend. Meine spontane Idee: Ich frag den konkreten Bedarf ab und stelle eine Kindertagespflege ein.“ (Helga Kockerols-Eßer, ene’t)

Durch Kooperationen mit anderen Unternehmen in Verbundprojekten ist es auch für kleine und mittelständische Unternehmen möglich, passgenaue Lösungen für ihre Mitarbeitenden zu entwickeln, um eine Win-Win-Situation zu schaffen. Wichtig ist zu wissen, dass man sich – egal bei welchen Vorhaben – in dem Dschungel der Ansprechpartner*innen zuerst beim örtlichen Jugendamt melden muss.

 

Wir freuen uns, dass wir unseren Mitgliedsunternehmen auch dieses Mal wieder bedarfsorientierten Themeninput anbieten konnten und sind schon ganz gespannt, in welcher Form die betriebliche Kinderbetreuung in unserer Region zukünftig ausgebaut wird.