Unterstützung für Pflegende in der Corona-Krise

Die andauernde Corona-Krise stellt für uns alle täglich vor Herausforderung. Doch noch härter trifft es Familien, die zudem Pflegebedürftige oder kranke Kinder betreuen. Wie kann also eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf aktuell gelingen?


Bis zunächst 30. September 2020 befristet werden pflegende Angehörige, die zugleich erwerbstätig sind, besser unterstützt. Es soll einen vereinfachten Zugang zum Pflegeunterstützungsgeld geben. Zudem sollen Beschäftigte darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, das Pflegeunterstützungsgeld insgesamt für bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch zu nehmen. Voraussetzung ist, dass eine pandemiebedingte akute Pflegesituation besteht, die bewältigt werden muss.

 

Beschäftigte, die gleichzeitig Pflegeaufgaben übernehmen, erhalten, ebenfallsbis zum 30. September befristet, die Möglichkeit, mit Zustimmung des Arbeitgebers Familienpflegezeit und Pflegezeit flexibler zu nutzen. Kurzfristig Restzeiten der Freistellungen können in Anspruch genommen werden. Bei einer Ankündigungsfrist gegenüber dem Arbeitgeber bei der Familienpflegezeit über vorübergehend nur zehn Tage. Die Mindestarbeitszeit der Familienpflegezeit von 15 Wochenstunden kann vorübergehend unterschritten werden. Auch das Darlehen nach dem Familienpflegezeitgesetz wird angepasst.

 

Erleichterungen auch für berufstätige Eltern:

Wegen der Corona-Krise bekommen sie zehn weitere Krankentage, wenn das Kind krank ist. Allerdings soll das nur für 2020 gelten. Im Detail: Ist das Kind krank, dürfen Eltern zu Hause bleiben und es pflegen, wenn z.B. die Großeltern nicht einspringen können. Wegen der Corona-Krise in diesem Jahr wird die Anzahl der Kinderkrankentage aufgestockt. Elternpaare bekommen jeweils fünf weitere Tage, Alleinerziehende zusätzliche zehn Tage bezahlt.

 

Quellen: