Wer ist eigentlich... Janine Teucher?

Janine Teucher auf der Montagne de Bueren in Lüttich
Montagne de Bueren, Lüttich

Seit Anfang 2018 gehöre ich zum Team der Region Aachen – inzwischen als Projektmitarbeiterin im Kompetenzzentrum Frau und Beruf sowie als Referentin der Geschäftsführung. Ich bin Mutter einer Elftklässlerin und lebe in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Die Euregio Maas-Rhein ist seit sechzehn Jahren meine Wahlheimatregion. 


Was ist Deine Aufgabe im Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Aachen?
Seit 2019 bin ich u.a. für das Teilprojekt „Zielgruppenspezifische Recruitingformate für Studentinnen und Wiedereinsteigerinnen“ zuständig. Das heißt: Wir entwickeln, erproben und veranstalten gemeinsam mit unseren Partnern Formate, mit denen wir (angehende) weibliche Fachkräfte – vorwiegend aus MINT-Fächern – mit Unternehmen aus der Region Aachen zusammenbringen. Oder wir stellen weibliche Rollenvorbilder und ihre Karrierewege vor. Das übergeordnete Ziel hinter unserer Arbeit: die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern voranzutreiben, die Erwerbsbeteiligung von Frauen in unserer Region zu erhöhen und den Anteil an Frauen in Führungspositionen zu steigern.

Was findest Du besonders wichtig an unserer Arbeit?

Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt auf dem MINT-Bereich. Hier ist der Frauenanteil in den letzten Jahren zwar gestiegen, fällt aber noch immer unterdurchschnittlich aus. Das gilt sowohl für MINT-Studienfächer als auch für die Beschäftigung in diesem Sektor. Und das bei steigender Nachfrage nach MINT-Arbeitskräften! Hier setzen wir an: Wenn wir ihnen attraktive Berufsperspektiven bieten, erhöhen wir die Chance, dass sie in unserer Region eine gute Anstellung finden und auch hier bleiben. 

Meine persönliche Motivation für die Arbeit im Kompetenzzentrum Frau und Beruf: Frauen besetzen nur 28 Prozent der Führungspositionen, verdienen im Schnitt 21 Prozent weniger Lohn als Männer und ihre Rente fällt bis zu 50 Prozent niedriger aus. Wenn ich solche Zahlen lese, verschlägt es mir immer noch die Sprache. Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass sich daran schnellstmöglich etwas ändert. Eine attraktive, qualitativ hochwertige, dauerhafte Anstellung in unserer Region mit guten Aufstiegschancen bedeutet Win-Win-Win: für Frauen, Unternehmen und die Region Aachen!


Wie sieht bei Dir ein normaler Tagesablauf aus?

Wohnen in Belgien, Arbeiten in Deutschland, Familie in Frankreich – seit vielen Jahren genieße ich die europäische Freizügigkeit und Grenzenlosigkeit und das savoir-vivre im Dreiländereck. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass ich einmal Grenzkontrollen erleben muss und ohne Pendlerbescheinigung nicht mehr nach Aachen komme. Ganz zu schweigen von all den vielen alltäglichen Selbstverständlichkeiten, über die wir sonst kaum noch nachdenken und deren Verlust für uns eine massive Einschränkung von Lebensqualität und Freiheiten bedeuten (Erledigungen nach der Arbeit in Aachen, Familie und Freunde treffen etc.). Corona hat unsere Routinen auf den Kopf gestellt. Zwar ist inzwischen wieder Normalität an den Grenzen eingekehrt, doch wir wissen alle, wie schnell sich das wieder ändern kann. Mein Berufsalltag hat sich durch Corona aber (glücklicherweise) insgesamt kaum verändert. 

Ausgleich und Entspannung finde ich durch Musik, Konzerte, Literatur, Reisen und in der Natur.


Was macht Dich besonders?

… eine Frage, die man doch viel lieber von anderen beantworten lässt – also habe ich sie weitergegeben und die Antworten waren auch für mich sehr erhellend: „Du bist … „zielstrebig“, „empathisch“, „leidenschaftlich in dem, was du tust“, „akribisch (ohne übermäßige Detailverliebtheit)“, „arbeitest ergebnisorientiert, beharrlich und fokussiert“ [… ☺ …].