Wer ist eigentlich... Marena-Nathalie Ostermann?

Mein Name ist Marena-Nathalie Ostermann. Ich bin verheiratet, habe einen elfjährigen Sohn und eine fünfjährige Tochter. Mit Beginn meines Studiums – ursprünglich komme ich aus Westfalen – ist Aachen meine Heimatstadt geworden, in der ich mich tief verwurzelt habe.

 

Ich kann nach nunmehr 20 Jahren ehrlich sagen: „Ich bin ne echte Oecher ;-)“

 


Was ist Deine Aufgabe im Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Aachen?
Seit 2016 arbeite ich im Kompetenzzentrum Frau und Beruf im Projekt „Wirtschaftsfaktor Familienfreundliche Unternehmen“. Neben der Sensibilisierung von Personalverantwortlichen für eine chancengerechte und familienfreundliche Personalpolitik berate ich kleine und mittelständische Unternehmen zu vereinbarkeitsorientierten Themen, z.B. zu den Möglichkeiten eine unternehmensnahe Kinderbetreuung aufzubauen. Gemeinsam mit unseren regionalen Partnern und meinen Kollegen erarbeite und überlege ich mir Konzepte und Strategien, wie wir Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen unserer Region machen können. In diesem Zusammenhang bin ich zuständig für das Kompetenznetzwerk „Familienfreundliche Unternehmen Ihrer Region“. Die Gewinnung von Mitgliedsunternehmen, Organisation von Netzwerktreffen und Informationsbereitstellung zählen dabei zu meinen Aufgaben. Darüber hinaus koordiniere ich die jährlich stattfindende Veranstaltung „Wirtschaftsfaktor Familienfreundlichkeit“ und die „Personal im Fokus“ Veranstaltungen zu unserem Projekt. Ich bin verantwortlich für den Lenkungskreis Stadt & StädteRegion.

Was findest Du besonders wichtig an unserer Arbeit?
Da ich persönlich von vereinbarkeitsorientierten Themen betroffen bin – neben der Kinderbetreuung mussten wir leider in den letzten Monaten auch die Erfahrung mit zu pflegenden Angehörigen machen – weiß ich, wie wichtig es ist einen Arbeitgeber zu haben, der seine Personalpolitik den einzelnen Lebensphasen seiner Beschäftigten anpasst. Diese Erfahrung kann ich neben meinem beruflichen Fachwissen in meinen Arbeitskontext einbringen. Ich möchte dazu beitragen, dass in unserer Region ein einzigartiges Netzwerk an familienfreundlichen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern entsteht. Dass eine partnerschaftliche Teilung von Arbeits- und Familienzeit selbstverständlich ist und dass Führungskräfte auch dafür sensibilisiert werden dies durch entsprechende Maßnahmen zu fördern.  In vielen Gesprächen in der unternehmerischen Praxis stelle ich immer wieder fest, wie viel die Unternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, dies aber nicht nach außen tragen. Wir brauchen in der Region die Sichtbarkeit solcher Arbeitgeber, dazu möchte ich einen Beitrag leisten – einen nachhaltigen. Das Kompetenzzentrum ist Ansprechpartner für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Ich kann zu Recht sagen, meine Arbeit mit den Unternehmen ist vielfältig, herausfordernd und begeistert mich jeden Tag – dazu trägt auch mein tolles Team aus Kolleginnen und Kollegen bei.

Wie sieht bei Dir ein normaler Tagesablauf aus?
Mein Wecker klingelt, nachdem unsere vierköpfige Familie durchs Bad ist, frühstücken wir gemeinsam. Unser Sohn geht mit einem Freund zur Bushaltestelle – so der Morgen VOR Corona… (Suche nach Sportzeug und Kleiderdiskussion mit unserer modebewussten Tochter „Nein bei Regen und 5 Grad ist ein Rock nicht wirklich praktisch“ nicht eingerechnet - dann wird es auch schon Mal später). WÄHREND Corona sind wir im Home Office! Unser Tag hat weiterhin Struktur! Wir stehen auf wie immer, ich mache Brotdosen für die Kinder für die Pause im Garten – das erspart mir das ewige „Ich hab Hunger, Mama“ und Störungen bei der Arbeit – das muss bis mittags halten und sie können daraus essen, wann sie wollen. Mit meinen Kolleginnen führe ich in regelmäßigen Abständen Video- und Telefonkonferenzen durch. Einige sind ebenfalls im Home Office – andere im Büro. Dass zwischendurch unsere Tochter mal kurz in die Kamera winkt oder unser Sohn mit dem Zollstock durch den Raum tigert („Matheaufgabe Mama, ich soll den verwinkelsten Raum in unserem Haus messen“), stört keinen der Teilnehmenden – haben doch alle Kinder - große oder kleine. Im Gegenteil, es wird fröhlich zurück gewunken. Mittags schwingt unser Sohn nun gerne den Kochlöffel – das führt zu allerhand interessanten Geschmackserlebnissen ;-) Unsere Tochter im Vorschulalter übt fleißig Buchstaben, Schwungübungen und Lück Kasten, malt und darf ab und zu auch ein bisschen mediales Entertainment nutzen. Ab mittags habe ich frei. Dann kontrolliere ich die Schulsachen des Großen, wir spielen, gehen in den Garten oder setzen die ambitionierten Projekte der Lehrer um (Bau einer Glücksmaschine). Wenn mein Mann mit der Arbeit fertig ist, gehen wir noch eine Runde spazieren.

Was macht Dich besonders?

Ich bin ein fröhlicher, kommunikativer und optimistischer Mensch. Seit meiner Schulzeit begleitet mich das Bild einer Schnecke, die Hochsprung macht „Man muss es nur wollen!“ steht darunter – ich finde, das passt. Ich liebe meine Familie, meine Freunde und ganz besonders den Timmendorfer Strand – mindestens einmal im Jahr brauche ich das Meer. Momentan ist das leider schwierig, daher habe ich mich sehr über mein Geburtstagsgeschenk – einen Strandkorb – gefreut. Ich lese gerne, koche, mache Wellness Pilates und spiele Klavier – wenn ich Zeit habe.